News


Klausurtagung des SSR

Vom Freitag, den 13. Januar, bis zum Sonntag, den 15. Januar hielt der SSR Leipzig seine Klausurtagung im Ökologischen Landwirtschaftsschulheim in Dreiskau Muckern ab.

Themen bei dieser Veranstaltung waren unter anderem die Organisation der 2. VV.

 

Jedoch hatten wir auch Gäste, wie Vertreter von „Mitwirkung mit Wirkung“ und dem Politikwissenschaftsstudent Leonard Nö und Marco Rietzschel von Jugendparlament zu Besuch.

Nachdem wir am Freitag ankamen, bezogen alle erst einmal ihre Zimmer, bis man sich dann im Seminarraum einfand und die Klausurtagung mit Marco als Moderater offiziell begann.

Wir stellten die Tagesordnungen für das Wochenende auf und beraten uns, wie wir unsere sozialen Medien noch effektiver nutzen könnten.

 

Am Samstag, nach einem ausgiebigen Frühstück, begann wir uns das Thema“Leistungsgesellschaft“ mit dem Politikwissenschaftsstudent Leonard Nö zu erarbeiten.

Anschließend führten wir noch eine ausgiebige Diskussion über das deutsche Schulsystem durch und starteten nach einer kurzen Pause in den Rhetorikworkshop von „Mitwirkung mit Wirkung“.

Am Sonntagmorgen standen dann noch Themen wie Budget, externe Kommunikation und die kommende Vollversammlung auf dem Programm.

 

Es war ein Wochenende, von welchem wir alle viel mitgenommen und uns besser kennen gelernt haben.


Sofortige Lockerung der Einbringungspflicht. - Wichtiger Erfolg des LSR Sachsen!

Nachdem eine eine Petition des LandesSchülerRat innerhlb weniger Stunden mehr als 6.000 Unterschriften erhielt reagierte das Kulltus Ministerium Sachsen auf die Forderung. Es wurde offiziell bestätigt, dass die neuen Einbringungsregeln auch für die Schüler der aktuellen gymnasialen Oberstufe gelten. Demnach müssen jetzt nur noch 40 statt 52 Kurshalbjahresergebnisse eingebracht werden.

Mehr Infos dazu: http://lsr-sachsen.de/2017/01/einbringungspflicht/;

 

 https://www.bildung.sachsen.de/blog/index.php/2017/01/05/abitur-neue-regeln-zur-einbringungspflicht-auch-fuer-jetzige-elft-und-zwoelftklaessler/

 


3.Vollversammlung im Schuljahr 2016/17 am 3.2.2017!

Am 29. September 2016 wird es einen landesweiten Aktionstag "Bildet die Rettung - rettet die Bildung! 2.0" geben! Lasst uns gemeinsam #bildungsretter sein und ein Zeichen gegen den Lehrermangel setzen! Die Landesregierung muss endlich handeln!

 

Hier gibt's weitere Informationen!


Bildet die Rettung, rettet die Bildung! 2.0

Am 29. September 2016 wird es einen landesweiten Aktionstag "Bildet die Rettung - rettet die Bildung! 2.0" geben! Lasst uns gemeinsam #bildungsretter sein und ein Zeichen gegen den Lehrermangel setzen! Die Landesregierung muss endlich handeln!

 

Hier gibt's weitere Informationen!


1. Vollversammlung im Schuljahr 2016/17

Am 13. September 2016 findet unsere 1. Vollversammlung im Schuljahr 2016/17 statt!

 

Los geht's ab 08:00 Uhr (Anmeldung) im Neuen Rathaus (Sitzungsaal). Die Einladungen zur Vollversammlung wurden bereits an die Schulen geschickt. Wir bitten um eine Anmeldung über das Anmeldeformular auf unserer Homepage!

 

Weitere Informationen hier!


Auch Mandatsträger dürfen sich privat engagieren!

Nachdem die Teilnahme unseres Vorsitzenden an der Aktion „Ende Gelände“ am Pfingstwochenende durch die Schüler Union Leipzig verurteilt und danach stark diskutiert wurde, beziehen nun auch wir als StadtSchülerRat Leipzig Stellung.

 

Erst einmal möchten wir darauf aufmerksam machen, dass Felix Englisch diese Veranstaltung privat und nicht als Amtsträger besucht hat. Er vertrat somit nicht die Ansichten der Leipziger Schülerschaft, sondern seine eigenen Interessen und Meinungen.

Bedauerlicherweise waren die Informationen, auf denen die Anschuldigungen beruhen, nur schlecht und grob recherchiert. So wurde ein Kraftwerk genannt, welches gar nicht blockiert wurde. Zudem wurde mit dem Thema leider nicht sachlich umgegangen und Felix Englisch und andere Teilnehmer unter anderem als „Klimachaoten“ und „randalierende Idioten“ bezeichnet. Doch dafür gibt es keinerlei Anlass, da von den meisten Teilnehmern keine Straftaten begangen wurden. Das sagt auch die Polizeisprecherin Ines Filoh: „Dies hat nichts mit zivilem Ungehorsam zu tun. Ein großer Teil der Demonstranten hat sich vernünftig verhalten und keine Straftaten begangen.“

 

Felix Englisch ist auch in keinster Weise mit der Geschäftsordnung des StadtSchülerRates in Konflikt geraten. Darin heißt es unter 7. Arbeitsrichtlinien:

 

„§23 Unvereinbarkeit

(1) Die Mitglieder des SSR Leipzig, sowie des Vorstands, dürfen keine Mitglieder in illegalen Organisationen sein.

(2) Bei nachweislicher Unvereinbarkeit sind die Amtsträger sofort durch eine zu diesem Zweck einzuberufende Vollversammlung abzuberufen. Anschließend wir durch eine Neuwahl ein Nachfolger bestimmt.“

 

Da "Ende Gelände" eine einzige Veranstaltung war und Felix Englisch damit nicht Mitglied einer illegalen Organisation ist, fällt es nicht unter §23 Abs. 1.

Auch sehen wir keine Unvereinbarkeit des Amtes als Vorsitzender des StadtSchülerRates und Engagement für die Umwelt. Somit gibt es auch keinen Grund etwas auf Grundlage von §23 Abs. 2 zu unternehmen, zumal die Teilnahme am Klimacamp von Ende Gelände nicht verboten war.

 

Zum Schluss noch zu den Vorwürfen an der Vorstandsarbeit: „ Zudem gab es in letzter Zeit schon mehrere inhaltliche Entgleisungen des Stadtschülerrats in Sachen Umweltschutz. „Selbstverständlich gehört das Thema Umweltschutz in die Schule, aber Aktionen wie eine Klimaschutzapp haben mit dem Aufgabenfeld des Stadtschülerrates nichts mehr zu tun. Felix Englisch setzt vollkommen falsche inhaltliche Prioritäten im Stadtschülerrat [...] “

 

Da, wie richtig angemerkt wurde, das Thema Umweltschutz an die Schule gehört, führt der StadtSchülerRat Leipzig den diesjährigen Schülerkongress unter dem Motto "Alles im grünen Bereich?" durch. In Hinsicht auf diese Veranstaltung beschäftigten wir uns in der letzten Zeit vertieft mit dem Thema des Umweltschutzes.

Die Ideensammlung zu einer Klimaschutz-App wurde durch den Vorstand beschlossen und auch durchgeführt. Den Entwicklern der App geht es darum, diese so umzusetzen, dass Schüler sie möglichst häufig nutzen. Dafür suchen sie Schüler, die Ratschläge geben können, wie eine solche App am besten aufgebaut sein sollte. Da es nicht möglich ist, alle Schüler zu befragen, haben wir auch hier die Leipziger Schülerschaft vertreten. Auch haben wir vom Vorsitzendem des LandesSchülerRates, Friedrich Roderfeld folgende Auskunft bekommen:

 

„Entscheiden ist doch, dass er einen guten Job als SSR-Vorsitzender leistet, wovon offensichtlich eine deutliche Mehrheit der Schülersprecher Leipzigs überzeugt ist.“

 

Aus diesem Grund gibt es nichts an der Aktivität unseres Vorsitzenden zu bemängeln. Auch sehen wir kein Problem in der Unterstützung der Entwicklung der App und werden dies gegebenenfalls weiter tun.

 

 

Hans Haupt

Stellv. Vorsitzender

- für den Vorstand -

hans.haupt@ssrleipzig.de


Aktionstag der Toleranz

Die Ereignisse aus Clausnitz zeigen als weiterer trauriger Höhepunkt des Erstarkens eines deutschen Rechtsextremismus, dass jeder Bürger in der Verantwortung zu couragiertem Handeln steht. Auch vor der Schule macht rechtes Gedankengut nicht Halt. Daher hat sich der StadtSchülerRat Leipzig die politische Aufklärung gegen rechtes Gedankengut als Jahresziel gesetzt. Die Interessenvertreter aller Leipziger Schüler planen seit einigen Wochen eine Kampagne, in dessen Rahmen sich alle Schüler einer Schule an einem Aktionstag mit der Thematik Weltoffenheit und Rassismus beschäftigen. Angepasst auf das Alter der Schüler soll durch eine Mischung aus objektiver Aufklärung, geregelter Debatte, kreativer Eigenleistung und praktischen Eigenengagement ein wichtiger Schritt gegangen werden, um die junge Generation von Vorurteilen und Xenophobie abzubringen.

„Viele Schüler erleben tagtäglich rassistische Züge an ihrer Schule, von beleidigenden Kommentaren bis hin aggresiver Ausgrenzung von Ausländern. Diesen Umstand hinzunehmen, wäre fatal, zumal tagtäglich Horrormeldungen verkünden, wozu langsam fortschreitender Rechtsextremismus führt. Von Eltern mitgegebene Vorurteile können sich im Freundeskreis hochschaukeln und ungeahnte Dimensionen annehmen. Die politische Thematisierung ist daher besonders hier erforderlich", meint Stadtschülersprecher Felix Englisch. "Aktionstage sind ein geeignetes Mittel, um die Schüler mit neuen Themen in Berührung zu bringen. Stattfinden sollen diese nacheinander an vielen Leipziger Schulen. Mit den Kooperationspartnern befinden wir uns in der konkreten Planung, und in wenigen Monaten soll die Kampagne beginnen. Wir prüfen derzeit, ob das Projekt auch zusammen mit anderen Stadt- und Kreisschülerräten überregional erweitert werden kann."

 

Dem Ziel, dass Tragödien wie aus Heidenau und Clausnitz in der nächsten Generation ausbleiben, möchten die Schülervertreter damit frühzeitig näher kommen.


Schüler einer Welt Kulturtag 2016

Am 11. März findet von 11.45-16.00 Uhr im Hörsaal der Anatomie (Liebigstraße 13) der erste Leipzig weite Kulturtag statt, mit dem Ziel, besonders Schülerinnen und Schülern, aber auch Studierenden, Auszubildenden und Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich intensiv mit dem Thema Flucht auseinanderzusetzen.

Organisiert wird der Tag von der Schülerinitiative „Schüler einer Welt“, welche sich im Juni letzten Jahres am Reclam-Gymnasium Leipzig gründete. Unter dem Motto: „Von Schülern für Schüler“ soll der Kulturtag über das informieren, was im Schulalltag oft zu kurz kommt: Aktuelles Zeitgeschehen.

Unterstützt wird die Initiative von dem Flüchtlingsbeauftragten der Universität Leipzig, Prof. Dr. Günther Fitzl. Gemeinsam erarbeiteten die Schülerinnen des Reclam-Gymnasiums ein abwechslungsreiches Programm, welches von Landeskunde einiger wichtiger Herkunftsländer über den Islam bis hin zu Medienbildern in Bezug auf Migration reicht. Dabei werden sie unterstützt von Schülerinnen, Geflüchteten und namhaften Referenten. So wird beispielsweise Nadine Renkel vom Mosaik e.V. Leipzig über Traumaerfahrungen von Flüchtlingen sprechen. Auch Kultusministerin Brunhild Kurth hat ihr Kommen angekündigt.

Herzlich eingeladen sind Schülerinnen und Schüler aller Leipziger Schulen ab Klasse 9, die Lust haben, sich mit Flucht und ihren Folgen ausführlich zu befassen. Auch Lehrerinnen und Lehrer heißen wir gern willkommen. In Absprache mit der Bildungsagentur (SBAL) werden die Schulleiterinnen und Schulleiter freundlich gebeten, wohlwollend zu prüfen, ob eine Freistellung für den betreffenden Zeitraum ausgestellt werden kann.

 

Mehr über die Initiative „Schüler einer Welt“ finden Sie auch unter: http://reclamgymnasium.de/index.php?id=schueler_einer_welt


Abitur ohne Schule

Viele interessierte Zuschauer hörten am Freitagabend, dem 26. Februar, den Vortrag des Abiturienten Esra Reichardt über seine Schullaufbahn im Café des Hauses der Demokratie. Schullaufbahn, das heißt bei Esra reisen und die Welt erkunden, denn er ist Freilerner. Anstatt acht Stunden pro Tag die Schulbank zu drücken, trifft er neue Leute aus der ganzen Welt und lernt aus dem realen Leben. Dennoch arbeitete er an seinem Schulabschluss und kam dabei ganz ohne Pauken auch nicht aus. Ein dreiviertel Jahr vor seinen Abiturprüfungen begann er sich eigenständig anzueignen, was andere Schüler in den drei Jahren der Oberstufe in Baden-Würtemberg lernen. Über den Lehrplaninhalt äußert er sich kritisch: „Alles in der Schule mag einem irgendwie helfen, die Welt zu verstehen, aber wenn es einen nicht interessiert und man sich dafür nicht begeistern kann, bringt es nichts. Man kann aus allem und von jedem Menschen etwas lernen.“

In seinen zwölf schriftlichen und mündlichen Prüfungen schnitt er überdurchschnittlich gut ab, Abitur von 1,8. Seine Prüfer waren von seinem breiten Allgemeinwissen begeistert und auch der Schulleiter sagte bei der Abschlussrede, dass er es gerne sehen würde, wenn mehr Schüler diesen Weg gingen.

Dabei ist dieses Verfahren nicht unproblematisch. In Deutschland ist Freilernen verboten, da bundesweit Schulanwesenheitspflicht besteht. Aus Sicht des Leben ist Lernen - Bundesverband Natürlich Lernen e.V. werden damit die Grundrechte und die Selbstbestimmung der jungen Menschen massiv eingeschränkt. "Wir als BVNL e.V. setzen uns für die Vielfalt und Freiheit der Bildungswege ein. In erster Linie haben junge Menschen das Recht auf Bildung", sagt Vorstandsmitglied Kristin Lehmann. "Lernen ist wie atmen. Das geht von ganz allein. Auch ohne eine Schulpflicht.“

In den meisten anderen Ländern dagegen besteht nur Bildungspflicht. Staat und Eltern haben die Pflicht, Bildungsmöglichkeiten bereitzustellen. Junge Menschen, die sich in der Schule nicht wohl fühlen, von ihren Eltern oder Großeltern unterrichtet werden können, oder die nötige Selbstdisziplin zum autodidaktischen Lernen besitzen, können sich mit ihren Eltern gegen den Schulbesuch entscheiden. Der BVNL e. V. fordert diese Legalisierung, die anderswo mit Erfolg praktiziert wird, auch in Deutschland.

Unterstützt wird das Anliegen vom Leipziger Stadtschülersprecher Felix Englisch, dessen Vorbehalte gegen das autodidaktische Lernen komplett entschärft wurden: "Ich hätte selbst nicht gedacht, wie vorteilhaft das eigenständige Lernen außerhalb der zum Teil einengenden Schule sein kann. Im Nachhinein hätte ich mich ebenfalls viel lieber eigenständig auf das Abitur vorbereitet und mehr Zeit für gemeinnütziges Engagement gehabt. Nun möchte ich mich wenigstens zusammen mit Esra und dem BVNL e.V. dafür einsetzen, dass mehr Schüler und Eltern den Schulbesuch vor allem in der Oberstufe hinterfragen und dass das Freilernen entkriminalisiert wird."

Bei dem Bürgerforum zur Schulgesetznovellierung am 28. Februar konfrontierten die Schulpflichtkritiker Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) mit dem Anliegen. In einem ausführlichen Gespräch diskutierten sie mit der Ministerin und übergaben ein Argumentationspapier, aber Frau Kurth wollte keine Kritik an dem von ihr mitbestimmten Schulsystem an sich heranlassen. Auch auf Bundesebene ist kein Umdenken in Sicht. Dadurch werden Schüler weiterhin in ihrer Freiheit eingeschränkt und Eltern, die ihre Kinder freilernen lassen, mit Klagen überzogen.

 

Esra und Felix können das nicht verstehen: "Manche Jugendliche können außerhalb von maroden Schulgebäuden und lärmenden Klassen einfach besser lernen und sich viel praxisorientierter auf das spätere Leben vorbereiten. Wieso sollte man die Eltern dafür mit Zwangsgeldern und anderen Strafen belasten? In diesem Fall kann Deutschland etwas von den anderen Ländern lernen. Fast ein Drittel der amerikanischen Präsidenten waren Freilerner. So schlimm kann es dann doch nicht sein."


Schulische Integration und Probleme in der Bildung: Leipziger Schülersprecher geben deutliches Zeichen - 2. VV 2015/16

Am 13.01.2016 führte der StadtSchülerRat Leipzig seine 2. Vollversammlung im Großen Sitzungssaal des Neuen Rathauses durch. Kernthema der Konferenz mit allen Leipziger Schülersprechern: "Schulische Integration von Flüchtlingen und Vorbereitungsklassen". Ehrengast Burkhard Jung fand klare Worte. Vertreter der Jugendparlamentes und der Stadtverwaltung sprachen als Gäste zu den interessierten Schülern, die die Hintergründe des kommunalen Politikgeschehens nachvollziehen wollten. Besonders dem Ehrengast Burkhard Jung gelang es, die Schüler für ihr Engagement zu loben und sie zu weiterem zu motivieren, als er ihnen seine Hochachtung aussprach. Vom StadtSchülerRat unterstützte Projekte wie die Schülernachhilfe und "Jung-Aktiv-Nachhaltig!" hob er dabei besonders hervor. Eindeutige Kritik übte der Oberbürgermeister an den "Nazihools, die am vergangenen Montag eine Straße der Vernichtung anrichteten". Klare Worte fand er auch gegen Legida, deren Angst vor Überfremdung er mit einfachen Zahlen widerlegte. Den in Leipzig Ankommenden sprach er sein Verständnis aus, wenn sie ihre leiderfüllte Heimat verlassen mussten. Alle Jugendlichen sollen unabhängig von Äußerlichkeiten und Herkunft die gleichen Rechte und Chancen gewährt bekommen; eine Forderung, die die Leipziger Schülervertreter genauso unterschreiben. Die Rede des Oberbürgermeisters und die Fragerunde waren der Einstieg in eine aufregende Versammlung. Es folgte eine Podiumsdiskussion, bei der sich Fortschritte und Probleme bezüglich der Integrationsaufgabe in unserer Kommune herauskristallisierten. Herr Dr. Nicolas Tsapos, Leiter der Jugendamtes, kündigte im Verlauf an, dass der von vielen Seiten kritisierte Schulentwicklungsplan für die Stadt Leipzig noch einmal aktualisiert werde. Die Sprecherin vom Flüchtlingsrat, Sonja Brogiato, wies unterdessen darauf hin, dass einige ankommende Jugendliche noch nie eine Schule von innen gesehen hätten, was besonderer Fürsorge bedürfe. Sie sagte auch: "Jedes Kind in dieser Stadt soll die ehrenamtliche Unterstützung erhalten, die es braucht - nicht nur Flüchtlinge." Cornelia Falken forderte als Mitglied der GEW deutlich mehr Unterstützung für Lehrer, welche auf die Integrationsaufgabe oftmals nicht vorbereitet würden. Auch das Land Sachsen soll sich in der Sculgesetznovelle der Integrationsaufgabe stellen und klare Formulierungen finden, anstatt dem Thema auszuweichen. In mehreren Gesprächsrunden erfragte der StadtSchülerRat auch aktuelle Probleme an den Leipziger Schulen. Neben dem landesweit bekannten Lehrermangel kritisierten die Schülervertreter den oftmals maroden Zustand der Gebäude und die ungenügende Ausstattung in den Klassenräumen. Stadtschülersprecher Felix Englisch fügte hinzu: "Auch nur ansatzweise an Bildung und den dazu benötigten Kapazitäten und Mitteln zu sparen, ist der völlig falsche Ansatz. Schule muss neben Eigenständigkeit auf den späteren Beruf vorbereiten - dazu gehört auch, sich dem technologischen Fortschritt nicht zu verstellen. Eine Lernumgebung, die stark unter dem privat gewohnten Entwicklungsstand liegt, kann dies niemals erfüllen." Die Beschwerden wurden und werden an den Schulbürgermeister Prof. Dr. Fabian herangetragen. Nach der Versammlung zog der Stadtschülersprecher sein Resumee: "Bildung ist der Schlüssel für den Fortschritt einer Gesellschaft, in gleicher Weise wie für ein erfülltes Leben. Jugendliche mit Fluchtbiographie dürfen keinesfalls anders behandelt oder gar aus dem Bildungssystem ausgeschlossen werden. Es ist die Aufgabe der Kommune, des Landes, aber auch jedes Einzelnen, den teils traumatisierten jungen Menschen die selben Bildungschancen zu gewähren, wie jedem anderen Schüler auch. Über den StadtSchülerRat Leipzig: Wir sind die gesetzlich legitimierte Interessenvertretung der Leipziger Schüler. Jede Schule entsendet zwei Vertreter, die aus ihrer Mitte den Vorsitzenden (Felix Englisch) sowie seinen Stellvertreter (Hans Haupt), fünf Vorstandsmitglieder und zehn Delegierte für den LandesSchülerRat wählen. In wöchentlichen Vorstandssitzungen setzt sich der SSR für die Rechte der Leipziger Schüler sowie unterstützenswerte Projekte ein. 


Landeskoordinierungsausschuss - 25.01.16

Am 25.01. fand im Dresdener Ministerium für Kultus der 6. Landeskoordinierungsausschuss (LKA) statt. Dabei geht es darum, die Zusammenarbeit der Stadt- und Kreisschülerräte untereinander zu verbessern und schwache KreisSchülerRäte zu unterstützen. Da dies der erste LKA in diesen Schuljahr war, stellten sich relativ zu Beginn erst einmal alle Stadt- und KreisSchülerRäte vor. Dabei geht es um deren Struktur, Arbeitsweise, aktuelle Projekte und einen kurzen Rückblick. Danach bekamen wir einen Einblick in die derzeitige Arbeit des LandesSchülerRates Sachsen. Unter anderem planen sie derzeitig das Projekt „Planspiel Landtag“. Nähere Informationen findet ihr auf der ihrer Website. Zudem erscheint ab jetzt monatlich ein Newsletter vom LandesSchülerRat der weitere Einblicke in die aktuelle Arbeit ermöglichen soll.